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Sicherheit
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt (ECDH P-256 + AES-GCM 256-bit) – zusätzlich zum DTLS-Transport. Der Schlüssel wird nur auf den Geräten der Gesprächspartner berechnet und verlässt diese nie.
Jede Session verwendet ein frisches, ephemeres Schlüsselpaar – Forward Secrecy ist damit gewährleistet.
Lokale Datenverschlüsselung
Alle sensiblen Daten im Browser (Peer-Liste, Chat-Verläufe) werden mit AES-GCM 256-bit verschlüsselt gespeichert. Der Schlüssel wird beim Login aus deiner Client-ID und deinem persönlichen Hash mittels PBKDF2 (200.000 Iterationen, SHA-256) abgeleitet – er verlässt dein Gerät nie.
Ältere unverschlüsselte Daten werden beim Lesen transparent erkannt und beim nächsten Schreibvorgang automatisch verschlüsselt.
Verschlüsselter Backup-Export
Beim Export kannst du optional verschlüsselt exportieren wählen. Das erzeugt
eine .enc.json-Datei die nur auf einem Gerät geöffnet werden kann, auf dem
dieselbe Client-ID und derselbe Hash vorhanden ist.
Ein unverschlüsselter Export bleibt möglich und ist für Geräte-Transfers der empfohlene Weg.
WebRTC & IP-Adresse
WebRTC nutzt für den Transport standardmäßig verschlüsselte Verbindungen (DTLS).
Trotzdem gilt:
- Dein Peer sieht deine IP-Adresse – technisch notwendig für direkte Verbindungen
- Für den Verbindungsaufbau werden STUN/TURN-Server genutzt – die ICE-Konfiguration kommt sicher vom eigenen Server, keine hardcodierten Drittanbieter-URLs
„Kein Server" – was heißt das wirklich?
Es gibt einen Signaling-/Presence-Server für:
- „Wer ist online?"
- „Wer möchte mit wem verbinden?"
- Austausch von WebRTC-Verbindungsdaten (Offer/Answer/ICE-Kandidaten)
- Online-/Offline-Status und Chat-Raum-Zustand
Der Chat-Inhalt läuft dabei nicht über diesen Server – er geht direkt von Gerät zu Gerät.
TURN-Server
Für Verbindungen hinter restriktiven NAT/Firewall-Konfigurationen ist ein TURN-Server (coturn) integriert. Dieser wird automatisch genutzt wenn eine direkte P2P-Verbindung nicht möglich ist. Die TURN-Credentials werden sicher über den Signaling-Server bereitgestellt – nicht im Client hardcodiert.
Server-Logging
Der Signaling-Server kann Verbindungs-Events protokollieren. Der aktuelle Status wird in der App als Hinweis angezeigt.
Logging aktiv (Normalbetrieb)
Verbindungs-Events werden protokolliert:
- Wer ist online gegangen / offline gegangen
- Wer hat sich mit wem gepairt
- Verbindungsaufbau (WebRTC-Handshake)
IP-Adressen werden dabei anonymisiert – das letzte Oktett wird auf 0 gesetzt
(z. B. 88.12.34.0 statt 88.12.34.56). Logs werden automatisch rotiert
(max. 10 MB × 5 Dateien) und nicht dauerhaft archiviert.
Logging deaktiviert
Keinerlei Verbindungsdaten werden gespeichert.
Debug-Modus
Dient ausschließlich der Fehlerdiagnose durch den Betreiber. IP-Adressen werden in diesem Modus vollständig geloggt. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse gem. DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. f. Ein aktiver Debug-Modus wird in der App explizit angezeigt.